In Zusammenarbeit
mit der Stadt Donauwörth
zeigen die Kunstfreunde Donauwörth
die Ausstellung

Vernissage am
Dienstag, 8. Juli 2010 um 19:00 Uhr
im Zeughaus Donauwörth

Mi., Do., Fr. : 15:00 - 18:00 Uhr
Sa. und So.: 11:00 - 17:00 Uhr

Prof. Klaus Staeck und Helmut C. Walter stellen gemeinsam im Zeughaus Donauwörth Plakate aus. Die gezeigten Werke sind im besten Sinne plakativ. Sie bringen einen komplexen Sachverhalt stark verkürzt auf den Punkt Sie vereinfachen, gelegentlich vergröbern sie sogar, um die Botschaft zu verdeutlichen. In ihrer Entstehungszeit waren diese Arbeiten heftig umstritten. Nicht nur 1976 wurden Plakate von Staeck und Walter bekämpft.
Über 30 Jahre sind seither vergangen. Klaus Staeck ist Professor und hat für seine Plakate viele Preise bekommen. Er gilt als einer der wichtigsten Politkünstler weltweit. Seit 2006 ist er Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Er macht noch immer Plakate, war und bleibt politisch engagiert. Auch Walters Plakate für die Subkulturtage des Donauwörther Kleinkunstvereins nahmen eindeutig politisch Stellung. Sie entstanden von 1976 bis 1982 und erschienen in Kleinstauflagen. Ihre Thematik war weitgehend auf lokale Ereignisse bezogen. Trotzdem waren sie durchaus wirkungsvoll. Im Gesamtwerk von Walter spielen diese Plakate eine untergeordnete Rolle. Politik ist für ihn - im Gegensatz zu Prof. Klaus Staeck nicht besonders wichtig. Trotzdem war es ihm ein großes Anliegen diese „politische" Ausstellung zu seinem 70. Geburtstag zu machen, hier in Donauwörth und im Zeughaus.

Prof. Klaus Staeck

Am 28. Februar 1938 in Pulsnitz , Kreis Kampenz bei Dresden geboren.
Bis 1956 in Bitterfeld.
1956 nach Heidelberg übersiedelt.
1957-62 Jurastudium in Heidelberg, Hamburg und Berlin. Erste Plakate und Postkarten.
1970 Zille - Preis für sozial - kritische Grafik.
1971 erste Plakataktion zum Dürerjahr in Nürnberg (Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?).
1972 Im Bundestagswahlkampf sind von Klaus Staeck etwa eine Million Plakate, Postkarten und Aufkleber im Einsatz.
1976 „Bonner Bildersturm".
1980 Ausstellungen in Goethe Instituten: Marseille, Paris, Tel Aviv, Brüssel, New York, Chicago, San Francisco, Toronto und anderes mehr. In den 80er Jahren Zusammenarbeit mit Joseph Beuys, Heinrich Böll, Günther Grass und Walter Jens.
1982 und 1987 ist Staeck mit seinen Plakaten auf der documenta vertreten. Zahlreiche Ausstellungen und Auszeichnungen folgen.
2006 wird Staeck zum Präsidenten der Akademie der Künste in Berlin gewählt.
2010 zeigt er eine Auswahl seiner Werke in Donauwörth. Im Zeughaus sind sie zusammen mit den Subkulturplakaten von Helmut C. Walter zu sehen.

Helmut Christian Walter

Am 2. März 1940 in Würzburg geboren.
1961-65 Studium an der Akademie der bildenden Künste in München.
Ab 1964 Ausstellungen im In- und Ausland.
Von 1965 bis 1982 Veröffentlichung von Karikaturen und kritischer Grafik in Zeitungen, Zeitschriften und Büchern.
Von 1967 bis 2000 Kunsterzieher am Gymnasium Donauwörth. Mit Schülerzeitung und Film AG zahlreiche Wettbewerbserfolge: z.B. beste Schülerzeitung Bayerns, 1. Preis für Trickfilme photokina Köln 1974.
1976: Ausstellung in der Kellergalerie Schaezlerpalais Augsburg, Gründungsmitglied des Klein-Kunst-Vereins. 1. Subkulturplakat.
1977-79 Plakate in Wanderausstellungen: Nürnberg, Hof, Zürich, Essen, Stuttgart, Ulm, Münster, Warschau.
1978/79: Beginn einer Ausstellungsserie im Theatersaal des Gymnasiums Donauwörth, die 20 Jahre dauert.
1980: Ausstellung in der Galerie SYN, Athen. „Galgenaktion".
1985 Ausstellung und Katalog „Bilder, Texte, Dokumente."
1997 Erste Einzelausstellung im Zeughaus Donauwörth auf Einladung von Dr. Alfred Böswald, damals 1. Bürgermeister der Stadt Donauwörth. Es folgen u.a.: Otto-Richter-Kunsthalle Würzburg, Europaparlament Straßburg, Olaf-Gulbransson-Museum Tegernsee.
2010 Herausgeber des Bildbandes „Im Zweifel für die Kunst" Über 70 Autorinnen und Autoren erzählen unterschiedlichste„Kunstgeschichten".