Die Kunstfreunde Donauwörth veranstalten eine Ausstellung zum ehrenden Gedenken an die große Förderin von Kunst und Kultur in unserer Region, Frau Charlotte Tangerding.
Der international anerkannte Künstler Otto Dressler aus Moosach stellt im Färbertörle Donauwörth aus. Die Ausstellung geht anschließend über Berlin und Dresden weiter durch Deutschland.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Ausstellung von Otto Dressler
zum Gedächtnis an Charlotte Tangerding

vom 3.10. bis 24.10. 2004

Vernissage am Sonntag, 03.10.2004 11:00 Uhr im Färbertörle

Die Öffnungszeiten sind:
mittwochs und freitags von 14:00 bis 17:00 Uhr
sonntags von 10:00 bis 12:00 und 14:00 bis 17:00 Uhr

Charlotte Tangerding war stets eine kritische Zeitgenossin, die am politischen Geschehen im Lande aktiv teilnahm. Ihr besonderes Anliegen waren positive Veränderungen im kommunalen und weiteren Umfeld zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. Mit der Gründung der Werkstiftung unterstützte sie diese Absichten. In diesem Sinn gestalteten sich die intensiven Dialoge, auch mit Bildenden Künstlern, die ihren Anregungen oft folgten. Vor allem der Bildhauer Otto Dressler wurde über Jahrzehnte ihr Dialogpartner, der aus diesen Konfrontationen seine Kunstobjekte entwickelte, die er weltweit, von Berlin bis Moskau und von Wien bis Kairo bei Ausstellungen in über 220 Städten erfolgreich präsentierte.
Die gebürtige Dresdnerin Charlotte Tangerding gab auch den entscheidenden Anlass für Dresslers Bildkastenreihe "WIR SIND DAS VOLK", die Teil der Donauwörther Ausstellung ist.
Unter dem Begriff "GEGEN DAS VERGESSEN" greift die Bildreihe die Ost-West-Problematik auf und beschäftigt sich mit den humanen und inhumanen Realitäten der Wiedervereinigung gestern und heute.

Eine weitere Bildkastenreihe bezieht sich auf unser "GRUNDGESETZ", dessen erster Artikel auch den Titel der Donauwörther Ausstellung liefert.
Hier werden die hehren Gedanken unserer Verfassung mit der Realität im Lande konfrontiert. Der oft große Unterschied wird in den Darstellungen sicht- und diskutierbar. Die Themen Arbeitslosigkeit, Euro, Umwelt, Tourismus, Fernsehen, Gewalt, Intoleranz, Ausländerfeindlichkeit, Krieg und Frieden, sowie viele andere Motive aus dem alltäglichen Leben fordern zu Stellungnahmen heraus.

Otto Dressler sucht mit seinen künstlerischen Aktivitäten und Themen bewusst die Auseinandersetzung um eine veränderbare Welt. Seine Aktions-und Objektmotive entnimmt er dem alltäglichen Lebensbereich. Mit seinen Verfremdungen erreicht er eine kritische Analyse der Zeit, in der wir alle leben müssen.
Großobjekte ergänzen die Bildkastenreihen und stellen einige Themen besonders heraus. So wird die Großdarstellung zum aktuellen Thema "weltweiter Terror" deutlich in der Darstellung "PHOENIX-HEUTE": Der friedliche Sagenvogel steigt dabei aus der Asche (des World Trade Centers in New York) und verwandelt sich dabei symbolisch in einen patriotischen, kämpferischen Wappenadler. Eine künstlerische Vorstellung, die die aktuelle Realität vorwegnahm und als Mahnung vor Gewalt und Krieg gilt.
Viele weitere Objekte suchen, wie früher Charlotte Tangerding den kritischen Dialog mit den Mitmenschen, um über nachdenkliches Handeln, neue Wege für eine Zukunft zu finden, in der wir alle besser leben können.

Otto Dressler, der auch die "WOLKENSCHIFFE" im Donauwörther Schwimmbad am Schellenberg geschaffen hat, wendet sich diesmal mit den Kunstfreunden Donauwörth e.V. und dem Urheber der Gedenk-Ausstellung Dipl. Ing. Axel Tangerding an die Donauwörther Bürgerinnen und Bürger mit der Bitte, diese spannende, einmalige und originelle Kunstausstellung, auch im Gedenken an Charlotte Tangerding, zu besuchen.